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| Die Geschichte von Friedrichshain |
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| Geschrieben von: Asmus Krause |
| Mittwoch, den 10. Dezember 2008 um 17:31 Uhr |
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Historisch gesehen gliedert sich das am 1. Oktober 1920 neu gegründete Friedrichshain in mehrere Gebiete bzw. Stadtteile. Die östliche Stralauer Vorstadt, Stralau selbst, die östliche Königsstadt, das Samariterviertel, Boxhagen und die einstmals zu Berlin-Lichtenberg gehörende Kolonie Friedrichsberg. Die Stadtgrenze von Berlin verlief bis 1920 quer durch Friedrichshain. Vom Namen her zeugen noch das Frankfurter Tor und die Oberbaumbrücke als Bezeichnung ehemaliger Zollstationen von dieser Zeit. Das damalige Stadttor - das Frankfurter Tor (siehe auch Berliner Zoll- oder Akzisemauer) - befand sich auf Höhe des heutigen U-Bahnhofes Weberwiese. Von der heutigen Lage des Frankfurter Tors in Höhe der Kreuzung Warschauer Straße/Karl-Marx-Allee sollte man sich nicht verwirren lassen. Sie stimmt mit der historischen Lage nicht ganz überein. In den 1920'er Jahren entstand in Folge einer Neuordnung die heutige Gliederung in sechs Gebiete, die durch die großen Straßen des Bezirks geteilt und umrissen werden. Stralau und der Stralauer-Kiez im Süden an der Spree gehören ebenfalls mit zu Friedrichshain.
In den 20'er und 30'er Jahren des 20. Jahrhunderts war Friedrichshain eine Hochburg der Sozialdemokraten und Kommunisten. Immer wieder kam es während und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu blutigen und sogar tödlichen Auseinandersetzungen mit Schlägertrupps der SA. Bei einer dieser brutalen Begegnungen wurde Horst Wessel – ein Mitglied der SA – getötet. Dieser Anlass wurde von den Nationalsozialisten genutzt, um zahlreiche Übergriffe und Morde an politisch Andersdenkenden zu legitimieren. In Folge dieser Ereignisse wurde Friedrichshain 1933 von den Nazis in Horst-Wessel-Stadt umbenannt und trug diesen Namen bis 1945. Die Einwohnerzahl Friedrichshains wuchs in den 1930'er Jahren auf stattliche 340.000.
Vor dem 2. Weltkrieg und während der DDR-Regierungszeit war Friedrichshain ein von Industrie- und Gewerbebetrieben geprägter Arbeiter-Bezirk. Der Osthafen, der im Süden an Friedrichshain angrenzt, war während des Bestehens der DDR einer der bedeutendsten Warenumschlagplätze in Ost-Berlin. Noch heute zeugen die alten Lager- und Kühlhäuser am Friedrichshainer Spreeufer von dieser Epoche. Bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg war der Berliner Osthafen mit einem eigenen U-Bahnhof an das öffentliche Nahverkehrsnetz Berlins angeschlossen. Nach Ende des Krieges wurde dieser U-Bahnhof jedoch nicht wieder aufgebaut. Während der Teilung Berlins zu Zeiten der DDR-Regierung war der Osthafen Grenzgebiet und dadurch nur noch sehr eingeschränkt nutzbar. Nach der Wende im Herbst 1989 und der folgenden Wiedervereinigung Deutschlands wurden einige der erhaltenen Hafengebäude aufwendig saniert. Beispielhaft hierfür ist das Eierkühlhaus direkt neben der Oberbaumbrücke indem sich heute der Firmensitz von Universal Music befindet. Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Friedrichshain
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