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| Umbau der Jessnerstraße |
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| Geschrieben von: ASUM Berlin |
| Donnerstag, den 18. Dezember 2008 um 13:56 Uhr |
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Die noch völlig baumlose Jessnerstraße wird zwischen Scharnweberstraße und Weserstraße umgebaut. Für die geplanten Baumpflanzungen müssen allerdings etliche Auto-Stellplätze weichen. Nach komplizierten Abstimmungen wurde ein für alle tragfähiger Kompromiss gefunden. 2009 wird die Jessnerstraße erneuert. Wo noch Kopfsteinpflaster liegt, wird der Fahrbahnbereich asphaltiert. Zur Verkehrsberuhigung werden Aufpflasterungen an der Kreuzung Scharnweberstraße, auf Höhe der Grundschule am Traveplatz und zwischen Oder- und Weserstraße gebaut. Und nicht zuletzt erhält die Straße erstmals Bäume. Straßenbäume werden die kahle Jessnerstraße zweifellos verschönern. Dabei gibt es allerdings ober- und unterirdische Platzprobleme: Die Bürgersteige sind schmal. Wenn hier noch Bäume gepflanzt und ausreichend große Baumscheiben angelegt werden, wird es auf den Gehwegen sehr eng. Zudem liegen die Gasleitungen unter dem Bürgersteig nicht tief genug. Wenn die Bäume größer werden, könnten sie mit ihren Wurzeln die Leitungen beschädigen. Alternativ bietet sich an, die Bäume auf Inseln am Fahrbahnrand zu pflanzen. Dort könnten ohne Probleme ausreichend große Pflanzflächen angelegt werden, die Bäume hätten genug Platz zum Wachsen und die Leitungen blieben unversehrt. Allerdings gingen dann viele Parkplätze am Straßenrand verloren. Bei einer Befragung haben sich die meisten Anwohner für die Straßenbäume ausgesprochen, viele schätzen aber auch die Parkplatzsituation schon jetzt als schwierig ein. Hinzu kommt, dass bei dem Neubau eines Wohnhauses in der Jessnerstraße 37/39 keine Tiefgarage geplant ist. Die Bewohner dieses Neubaus werden also, sofern sie ein Auto besitzen, auch noch in der Umgebung einen Stellplatz im Straßenraum suchen und die Konkurrenz um den Platz an der Bordsteinkante verschärfen. Ein Kompromiss musste also her. Der Sanierungsbeauftragte BSM konnte von der Gasag die Zustimmung erlangen, dass auf der westlichen Straßenseite ausnahmsweise Bäume näher als üblich an den Gasleitungen gepflanzt werden können. Voraussetzung sei, dass die Leitungen einen speziellen Wurzelschutz erhalten. Für die geplanten Baumpflanzungen müssen allerdings etliche Autostellplätze weichen. Nach komplizierten Abstimmungen wurde ein für alle tragfähiger Kompromiss gefunden, Bäume somit im Unterstreifen des Gehweges gepflanzt werden, wodurch die Autostellplätze erhalten bleiben. Das wird möglich, weil relativ kleine Bäume vorgesehen sind: Die Bewohner haben sich mehrheitlich für den Rotdorn ausgesprochen, der nicht so tief wurzelt und langsam wächst. Auf der östlichen Straßenseite, wo quer geparkt wird, müssen die Bäume jedoch auf jeden Fall im Straßenraum gepflanzt werden. „Das ist ein tragbarer Kompromiss“, sagt Wolfgang Kraus von der BSM. Die Straße erhält Bäume und es fallen nicht so viele Parkplätze weg. Allerdings wird es auf dem Gehweg etwas enger. Der Rotdorn, der im Frühling eine beeindruckende Blütenpracht entfaltet, hat auch noch den Vorteil, dass er nicht allzu hoch wird und durch seine lichte Krone auch die unteren Geschosse der Häuser nicht so sehr verschattet wie zum Beispiel die Linde. Der ökologische Wert des kleinen Rotdorn ist allerdings deutlich geringer als bei größeren Bäumen. Auch in der Müggelstraße ist Rotdorn gepflanzt worden. Gesucht wird auch nach Möglichkeiten, die zwei großen Pappeln zu retten, die auf dem Grundstück des Umspannwerks an der Ecke Jessner-/Weserstraße stehen. Deren Wurzeln ragen weit auf den öffentlichen Bürgersteig, drücken die Gehwegplatten hoch und gefährden so die Verkehrssicherheit. Der Stromversorger Vattenfall hat als Eigentümer deshalb einen Fäll-Antrag gestellt. „Das wird von den Bewohnern abgelehnt“, so Wolfgang Kraus. Die großen Bäume sind sowohl ökologisch als auch für das Bild der Straße sehr wichtig. Nicht nur, weil sie das unschöne Umspannwerk verdecken. „Wir wollen die Ecke so gestalten, dass sowohl der Gehweg sicher wird als auch die Pappeln bleiben können“, erklärt Wolfgang Kraus. Eigentlich sollte der Umbau der Jessnerstraße vor den Sommerferien 2008 beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein. Durch die aufwändigen Abstimmungen ist die Zeitplanung jedoch etwas ins Hintertreffen geraten. Wolfgang Kraus: „Ich bin skeptisch, ob die ganze Straße noch in diesem Jahres fertiggestellt werden kann.“ Es soll aber so viel wie möglich umgesetzt werden. Quelle: FRIEDRICHsHAIN, Online-Ausgabe der Zeitschrift für Stadterneuerung, 14. Jahrgang, Heft 2/2008 |
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